Traditionell laufen wir ja am Montag auf das Sonntagshorn. Kein Aberglaube, aber Lurchi und Höglgeist haben am Montag frei, weil da ihr Laden, “Laufsport Tassani” geschlossen ist. Deshalb bläst der kleine Trupp eben am Montag morgen zum Angriff auf diesen spektakulären Berg, der wie eine Pyramide zwischen Bad Reichenhall und Lofer im Saalachtal liegt, beziehungsweise steht.
Das Sonntagshorn ist ein 2000er, das heisst, fast – nur 5 Meter fehlen ihm, um wirklich einer zu sein… In jedem Fall rechnen wir mit Schnee und Eis, drum ist die steile Rampe nur mit Spikes zu bewerkstelligen. Der Geist und ich haben das Privileg mit Salomons neuestem Gripwunder zu laufen – im Herbst kommt er in den Handel, mein neuester Lieblings-Winterschuh: Der SPIKECROSS 3.
Der SPIKECROSS 3 ist ein Multitalent und schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Sohle. Erstens basiert er auf dem SPEEDCROSS 3, dem Nachfolger des erfolgreichen Gripwunders mit demselben Namen und der Nummer 2 im Namen. Er hat weiterhin die supergriffige Wintersohle mit weicher Gummimischung und deshalb hervorragender Traktion auf kaltem und nassem Untergrund.
Die allseits bekannten und beliebten dreieckigen Winkelprofilstollen tun ihr Übriges, damit diese Sohle auch weiterhin die steilsten Hänge und den weichsten Untergrund zu ganz normalem Trailrunnerterrain macht. Doch der SPIKECROSS setzt noch eins obendrauf! Wie der Name schon sagt, sind in der Sohle 9 Karbidspikes eingebaut. In weichem Boden versinken die einfach, doch sobald der Schuh auf Eis oder hartgefrorenen Schnee tritt, beissen sie sich fest und verhindern ein Wegrutschen.
Solcherarts bewaffnet kann uns der Berg nicht schrecken, und wir machen uns auf den 1500 Höhenmeter langen Weg nach oben. Während im Tal noch frühlingshafte Temperaturen herrschen, wird zumindest der Untergrund immer winterlicher. Ab der Hochalm ist dann schlagartig alles weiss. Der normale Trail ist gar nicht mehr sichtbar, im Winter verwenden wir vielmehr die festgetretenen und gefrorenen Tourenskispuren als Laufstrecke. Erst jetzt, wo der Schnee so hinüber ist, dass keiner mehr mit Ski da hoch will, versteht sich…
Jedenfalls haben die Typen die Eigenart, so ziemlich senkrecht den Berg hinaufzugehen, und das müssen wir jetzt auch. Mit den Stöcken als Unterstützung und den Spikes an den Füßen arbeiten wir uns souverän in knapp 2 Stunden bis zum Gipfel vor.
Der Höglgeist wird wie immer mit zunehmender Steilheit immer schneller und stürmt vorneweg, ich folge mit Mühe, denn ich habe meine schneetauglichen Stöcke verliehen und muss nun zusehen, wie meine Sommerstöcke ohne Schneeteller bei jedem Schritt bis zum Griff einsinken… Anfängerfehler… Also alles mit den Beinen….
Oben angekommen, haben wir einen sensationellen Blick in die Ferne! Rudi aus Freilassing kann jeden Gipfel am Horizont mit Namen nennen. Höglgeist und Lurchi sind wie immer bestens vorbereitet und haben was zu Essen mit.
Der Geist zeigt uns das Kitzbüheler Horn.
Kapschnittchen jubelt, frisch aus Südafrika zurück an den Alpenrand gezogen, freut sie sich über jeden Meter auf Schnee. Auch bergab, als wir uns senkrecht laufend, springend und rutschend den weicher werdenden Schnee hinab stürzen.
Im Bergablaufen zerbreche ich dann noch einen meiner superleichten und deshalb auch superdünnen Stöcke, als ich in eine verschneite Latschenkiefer einbreche… Schnüff…
Alles in allem ein gelungenes Abenteuer! Wir sind zwar bereit für den Frühling, aber bis er da ist, haben wir jedenfalls jede Menge Spaß mit den Resten des WInters!
Und so hat es der Satellit gesehen…..
http://www.movescount.com/moves/move1481093
Coole Bilder Gripmaster!
Sven aus Freiburg